Strafrecht

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Ihre Fragen und Anliegen

  • Sie werden in einem Strafverfahren beschuldigt?
  • Sie benötigen Informationen zum Ablauf eines Strafverfahrens?
  • Sie möchten sich Akteneinsicht im gegen Sie hängigen Strafverfahren verschaffen und die Akten durch einen Rechtsanwalt prüfen lassen?

Unsere Unterstützung

  • Gerne vertreten wir Ihre Interessen im Strafverfahren vor den Untersuchungsbehörden und vor Gericht als Strafverteidiger.
  • Wir prüfen die Akten Ihres Strafverfahrens und klären Sie auf über die strafrechtliche relevanten Sachverhalte.
  • Auf Wunsch kann für ein erstes, umfassendes Beratungsgespräch eine Pauschale vereinbart werden, damit Sie vollumfängliche Kontrolle über die Kosten haben.

Das Strafverfahren

In einem Strafverfahren nimmt die Polizei gestützt auf eine private oder behördliche Anzeige (Strafanzeige) erste Ermittlungen vor. Dabei werden Tatspuren gesichert und vorläufige Festnahmen vorgenommen. Anschliessend übermittelt die Polizei die Ergebnisse der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, woraufhin entschieden wird, ob eine Strafuntersuchung zu eröffnen ist. Kommt die Staatsanwaltschaft zum Schluss, dass ein strafbares Fehlverhalten vorliegt, kann sie bei Delikten bis zu einem bestimmten Strafmass (z.B. 180 Tagessätzen Geldstrafe) einen Strafbefehl erlassen oder sie erhebt Anklage beim zuständigen Bezirksgericht. Liegt kein strafbares Fehlverhalten vor, wird das Verfahren eingestellt. Bei Anklageerhebung prüft das Gericht, ob die Anklage und die Akten ordnungsgemäss sind und lädt zur Hauptverhandlung vor. Gegen das erstinstanzliche Urteil ist die Berufung an das kantonale Obergericht zulässig.

Amtliche Verteidigung

Ein Bestandteil des Grundsatzes des fairen Verfahrens besteht in dem Recht der beschuldigten Person auf jeder Stufe eines Strafverfahrens, einen Rechtsbeistand beizuziehen. Über dieses Recht muss der Beschuldigte im Strafverfahren zu Beginn der ersten Einvernahme durch die Strafbehörden informiert werden. Eine amtliche Verteidigung kann beantragt werden, wenn die beschuldigte Person nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, um eine Wahlverteidigung zu bestellen. Eine amtliche Verteidigung wird bewilligt, wenn es sich nicht um einen Bagatellfall handelt (insbesondere, wenn eine Freiheitsstrafe von mehr als vier Monaten, eine Geldstrafe von mehr als 120 Tagessätzen oder gemeinnützige Arbeit von mehr als 480 Stunden droht) und wenn der Straffall in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, denen die beschuldigte Person alleine nicht gewachsen wäre (Art. 132 StPO).  Der amtliche Verteidiger wird vom Staat entschädigt, wobei die beschuldigte Person (bei einer Auferlegung der Verfahrenskosten im Prozess) zur Rückzahlung der Kosten der amtlichen Verteidigung verpflichtet ist, sobald ihre wirtschaftlichen Verhältnisse dies erlauben.

Ihre Rechte im Strafprozess als Beschuldigter

Wird eine Person als Beschuldigte im Strafverfahren einer Straftat verdächtigt, setzt sie die Polizei oder die Staatsanwaltschaft über die Einleitung des Vorverfahrens in Kenntnis. Die beschuldigte Person hat bestimmte Rechte im Strafverfahren, deren Verletzung die Unverwertbarkeit von erhobenen Beweisen zur Folge haben kann. Die beschuldigte Person darf bei allen Verfahrenshandlungen einen Rechtsbeistand beiziehen, sie hat vollumfängliches Akteneinsichtsrecht (spätestens nach der ersten Einvernahme der beschuldigten Person und der Erhebung der übrigen wichtigsten Beweise durch die Staatsanwaltschaft), sie kann Beweisanträge stellen, einen Übersetzungsdienst verlangen, vom Recht Gebrauch machen, sich nicht selber zu belasten oder die Aussage und Mitwirkung verweigern, wobei das Verfahren jedoch auch ohne die Mitwirkung der beschuldigten weitergeführt wird. Die beschuldigte Person hat jedoch auch Pflichten im Strafverfahren, so macht sich beispielsweise strafbar, wer wissentlich Nichtschuldige beschuldigt.

Die Aufgabe der Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft ist eine unabhängige Untersuchungs-, Sanktions- und Anklagebehörde. Ihre Aufgabe ist es, den staatlichen Strafanspruch durchzusetzen und sie vertritt den Staat vor dem Zwangsmassnahmengericht, den Bezirksgerichten, dem Obergericht und dem Bundesgericht. Die Staatsanwaltschaft leitet die Ermittlungen und die Strafuntersuchungen, erlässt Einstellungs- / Nichtanhandnahme-Verfügungen sowie Strafbefehle und vertritt die Anklagen vor den Gerichten bei über 18-jährigen beschuldigten Personen. Im Kanton Thurgau gliedert sich die Staatsanwaltschaft in die Abteilungen Generalstaatsanwaltschaft, Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstraffälle und Organisierte Kriminalität, die regionalen Staatsanwaltschaften Bischofszell, Frauenfeld und Kreuzlingen. Die Zuständigkeit für unter 18-jährige beschuldigte Personen liegt bei der Jugendanwaltschaft.

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